Projektlogistik: Transport von Windkraftanlagen

Projektlogistik: Transport von Windkraftanlagen

04/2017 Das Jahresende 2016 brachte für Vestas eine große Veränderung: Das dänische Unternehmen hat sich in der Ukraine neu aufgestellt und die Marktaktivitäten vor Ort gebündelt. Das Resultat der Bemühungen zeigte sich bald, denn jetzt haben die Experten für Windkraftanlagen einen neuen Auftrag aus Osteuropa erhalten. Es geht um den Aufbau des Windparks Novotroitsk in der südlichen Ukraine. Auftraggeber ist die Vindkraft Tavria LLC aus der Ukraine. Die Leistung soll am Ende 41 Megawatt betragen. Der Auftrag deckte die Lieferung und die Installation der Windkraftanlage ab. Geplant sind die Auslieferung und die Inbetriebnahme für das dritte Quartal 2017. Damit setzt Vestas einmal mehr auf den Mehrwert durch geringe Stromgestehungskosten.

Wirtschaftlichkeit und Verlässlichkeit sind die großen Pluspunkte, die Vestas durch die neue Technologie gewährleistet. Auch in Zukunft wollen die Dänen mit ihren Anlagen zum Ausbau von Windkraftanlagen beitragen und die alternative Energiegewinnung unterstützen. Vor Ort ist für ein Projekt von diesem Ausmaß allerdings regelmäßig eine immense Projektlogistik erforderlich. Großraumtransporte, Schwertransporte oder Spezialtransporte unterschiedlichster Art wollen ebenso koordiniert werden wie Übermaßtransporte. Es ist Sache der Projektplanung, dafür zu sorgen, dass alle Anlagen und Einzelteile rechtzeitig am richtigen Ort zur Verfügung stehen. Für eine reibungslose Umsetzung ist ein vernünftiges Projektmanagement erforderlich.

Gerade der Transport von schweren Bauteilen vom Ort der Produktion zum Einsatzort erfordert eine detaillierte Planung. Übermaßtransporte, Spezialtransporte und Schwertransporte sind erforderlich, um Maschinenteile mit Überlänge und Überbreite zu bewegen. Die Großraumtransporte müssen über weite Strecken durchgeführt werden, die Straßenverhältnisse in der Ukraine und in den Transitländern lassen zu wünschen übrig. Hinzu kommen Zoll– und Transportbestimmungen, die für jedes Projekt einzuhalten sind und die sich je nach Strecke unterscheiden.

Damit auf dem Transportweg alles reibungslos verläuft, sollten Projekttransporte immer in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Logistiker durchgeführt werden. Am besten vergibt man den Auftrag für die Projektlogistik und für alle Übermaßtransporte und Spezialtransporte an ein Unternehmen, das darauf spezialisiert ist und das entsprechende Referenzen nachweisen kann. Falls notwendig, sollte die Spedition auch auf ein umfassendes Netzwerk zurückgreifen können, das vor Ort oder in einem Transitland unterstützend zur Seite steht.

Nicht zu unterschätzen sind auch die Zollbestimmungen. Hier stellen sich häufig sprachliche Probleme, denn die Zolldokumente wollen verstanden und sorgfältig ausgefüllt werden. Im besten Fall greift die Spedition auf Muttersprachler zurück. Anderenfalls sollten die Mitarbeiter in der Logistik wenigstens der jeweiligen Landessprache mächtig sein, um eine zügige Abwicklung aller Zollformalitäten sicherzustellen. So vorbereitet, dürfte ein solches Projekt gut durchzuführen sein. Der Projektplanung und dem Projektmanagement kommt während der gesamten Phase natürlich eine große Bedeutung zu. Bei sorgfältiger Steuerung sollte es möglich sein, Abweichungen in der Planung frühzeitig zu erkennen und durch geeignete Maßnahmen gegenzusteuern, damit das gesamte Projekt innerhalb des gesteckten Zeitrahmens durchgeführt wird und damit keine Mehrkosten anfallen.